SGB XI – Pflegeversicherung

Die wichtigsten monatlichen Leistungen der Pflegekassen sind das Pflegegeld, die Sachleistungen oder Kombinationsleistung.

Pflegegeld

Das Pflegegeld soll dazu dienen die nötige Hilfe privat und unbürokratisch beschaffen zu können. Es wird direkt an die Versicherten ausgezahlt. Über die Verwendung des Pflegegeldes können die Versicherten frei entscheiden.

Dafür wird bei Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich durch einen zugelassenen Pflegedienst, die Pflege zu Hause überprüft. Bei Pflegegrad 4 und 5 wird vierteljährig Kontrolle durchgeführt. Der Kunde erhält bei,

  • Pflegegrad 2- 316 € mtl.
  • Pflegegrad 3- 458 € mtl.
  • Pflegegrad 4- 728 € mtl.
  • Pflegegrad 5- 901 € mtl.

Sachleistungen

Mit den "Sachleistungen" werden nicht etwa "Sachen", sondern die Dienstleistungen professioneller Pflegeeinrichtungen finanziert. Weil das erheblich teurer ist als private Hilfen, liegt das Budget der Sachleistungen erheblich über den Zahlen fürs Pflegegeld. Die Pflegekasse zahlt direkt an die Pflegeeinrichtung.

  • Pflegegrad 2- 689 € mtl.
  • Pflegegrad 3- 1398 € mtl.
  • Pflegegrad 4- 1612 € mtl.
  • Pflegegrad 5- 1995 € mtl.
Kombination von Geldleistung

Bei Kombinationsleistung stehen den Pflegebedürftigen nur teilweise Pflegegeld zu Verfügung, das hängt von den geleisteten Sachleistungen ab. Wenn beim Kunde zustehende Sachleistungen nicht in Anspruch genommen werden erhält der Kunde ein anteiliges Pflegegeld, in % Anteilen. z.B. wenn der Pflegedienst für 60 % pflegt bekommt der Kunde 40 % von dem Pflegegeld.

Verhinderungspflege

Einmal im Jahr, kann der Pflegebedürftige Verhinderungshilfe, seiner Pflegekraft in Anspruch nehmen. Das bedeutet, er kann 1612,00€ in Anspruch nehmen wenn seine Pflegekraft verhindert ist und er eine Vertretung hat.

Zusätzliche Betreuungsleistungen §45

Zusiitzliche Betreuungsleistungen können im Monat bis zu 125€ in Anspruch genommen werden. Nicht verbrauchte Leistungen können ins nächste Jahr mit genommen werden. Diese Leistung ist Zweckgebunden. Pflegebedürftige die nicht die Vorraussetzung des §45 erfüllen, können ebenfalls die zusätzlichen Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen. Nicht verbrauchte Leistungen können ins nächste Jahr mit genommen werden.

Rechte des Versicherten

Nach jeder Begutachtung hat der Antragsteller das Recht das Gutachten des Medizinischen Dienstes (MDK) ausgehändigt zu bekommen.

Der Antragsteller hat das Recht das Gutachten jeder Zeit anzufechten.

Der Versicherte kann sich den Pflegedienst selbst aussuchen, sollte er vom Hausarzt oder vom Krankenhaus einen Pflegedienst zu gewiesen bekommen, kann er es ablehnen.

Der Versicherte kann auch den Pflegedienst wechseln, wenn er unzufrieden ist.